

Das Obst
Sascha Council
Einordnung
Ein Song, der bewusst mit Bildern spielt – und mit dem, was zwischen den Zeilen passiert.
Das Obst lebt von Andeutungen, Zweideutigkeit und der Freiheit, Bedeutungen selbst zu entdecken.
Hintergrund
Mit diesem Song wird eine weitere Seite von Sascha Council sichtbar: das Spiel mit Sprache und Interpretation.
Was auf den ersten Blick wie eine einfache, fast humorvolle Beschreibung wirkt, entfaltet beim genaueren Hinhören eine zweite Ebene.
Genau dieses Spiel mit Bedeutungen ist ein bewusst eingesetztes Stilmittel – und eines der wiederkehrenden Elemente innerhalb des Projekts.
Inhaltliche Bewertung
Der Song funktioniert über Andeutung und Bildsprache. Begriffe wie „Frucht“, „Reife“ oder „Genuss“ sind dabei bewusst gewählt und öffnen Raum für unterschiedliche Interpretationen.
Besonders stark ist, dass der Text nie eindeutig wird. Er bleibt spielerisch, fast provokant – ohne sich festzulegen. Dadurch entsteht eine Spannung, die nicht aus der Handlung, sondern aus dem Mitdenken des Hörers entsteht.
Gleichzeitig bleibt der Song leicht zugänglich. Die klare Struktur und der eingängige Refrain sorgen dafür, dass er trotz seiner Zweideutigkeit nicht verkopft wirkt.
Das Obst zeigt damit eine Seite von Sascha Council, die weniger emotional oder reflektierend ist – dafür aber bewusst mit Grenzen spielt und genau daraus ihre Wirkung zieht.
Kurz & klar
- Thema: Zweideutigkeit, Wahrnehmung, Interpretation
- Stimmung: verspielt, provokant, leicht
- Besonderheit: bewusst mehrdeutige Bildsprache
Vom Album "Ein Fest" von SaschaCouncil
Der Text
VERS 1
Dein Anblick hat’s mir angetan, jetzt will ich Dich probieren
Ich Möchte‘ Dich einmal gerne kosten, jede Wölbung gern studieren
Einmal mit der Zunge spüren, einmal Deine Haut berühren.
Einmal nur die süße Frucht, einmal gerne ausprobieren
REFR
Denn DU - bist fein und rein – und nun - hinein
Denn niemals will ich ohne Früchte sein. Niemals sag ich – nein!
VERS 2
Dein Obst hängt in der Sonne heiß, die Tropenfrucht in die ich beiß
Hab Dich entdeckt so prall und fein, kann denn Süße Sünde sein?
Dort liegst Du jetzt so ganz allein, so unschuldig und frisch
Ich betrachte Deine schöne Form, ich nehm Dich jetzt hier auf dem Tisch
REFR
Denn DU - bist fein und rein – und nun - hinein
Denn niemals will ich ohne Früchte sein. Niemals sag ich – nein!
BRIDGE
Ich halte Dich ganz nah bei mir und führe Dich zum Mund.
Dein Duft betört mich und gleich passiert es, Sünde zwar doch sehr gesund
Und wenn Du auch verdorben bist. Ganz schlecht wäre es nicht. Die Reife gar schon überschritten so sehne ich mich nach Deinen … Saft.
So süß das Gift ich nehm es an ich will es jetzt und sauge dran. Möchte es doch gerne schmecken und einmal auch Dein Fleisch ablecken.
REFR
Denn DU - bist fein und rein – und nun - hinein
Denn niemals will ich ohne Früchte sein. Niemals sag ich – nein!
